Marleen De Ceukelaire ist Konservatorin der geologischen Sammlungen. Nein, sie hat nicht von Kind auf eine Leidenschaft für Steine gehegt. „Ich wollte Naturwissenschaften ganz allgemein studieren und hatte mich deshalb für Geologie entschieden, weil dieses Fach alle anderen Wissenschaften miteinbezieht, zum Beispiel Biologie, Mathematik, Physik und Chemie. Ich wollte mich noch nicht auf eine Wissenschaft festlegen.“ 

Marleen De Ceukelaire, Konservatorin der geologischen Sammlungen, beschreibt Kernproben.
Ein Überblick über den Untergrund

Doch im Laufe ihres Studiums an der Universität Gent interessierte sich Marleen immer mehr für das Fach als solches, bei dem es um die Erforschung des Untergrunds geht: die Geologie. „Bei meinen Forschungen habe ich mich damals zunächst mit den Aspekten des Grundwassers beschäftigt: Ich habe nach idealen Bohrorten gesucht und untersucht, wie sich die Verschmutzung unter Wasser verbreitet.“ Danach arbeitete Marleen zehn Jahre lang an einer geologischen Karte über Flandern. „Wir haben mit den verfügbaren Informationen eine Übersicht über die verschiedenen Schichten erstellt. Die Benutzer können damit sofort in Erfahrung bringen, ob sie Ton oder Sand unter ihren Füßen haben.“

Die nachfolgende Arbeit als Datenmanagerin beim Belgischen Geologischen Dienst, der dem KBIN untersteht, war die perfekte Gelegenheit, um die geologischen Sammlungen kennenzulernen. Im Anschluss daran wurde ihr die Stelle als Konservatorin angeboten, die sie als Traumjob bezeichnet: „Ich sorge dafür, dass die Wissenschaftler und Besucher die richtigen Stücke finden können. Wir arbeiten auch für andere Ausstellungen, wobei wir dann gemeinsam die geeignetsten Exponate auswählen. Einige Mondstücke aus unserer Sammlung liegen zum Beispiel im Euro Space Center in Transinne aus.“

Konservatorin Marleen De Ceukelaire macht Feldarbeit.
Ein interessantes Land

Belgien ist in geologischer Hinsicht ganz besonders interessant. Nicht umsonst wurden viele stratigrafische (international anerkannte) Bezeichnungen nach Orten in Belgien benannt, beispielsweise Ypern oder Dinant. „Man braucht nicht weit zu fahren, um viel sehen zu können.“ Marleen befasst sich seit kurzem vor allem mit belgischem Naturstein, in erster Linie mit Naturstein aus ihrer eigenen Region, Flandern, aber auch mit belgischem Marmor.

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