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Menschliche Reste aus der Grotte von Spy (Belgien)
1. Paläolithikum

Unsere Objekte und Exemplare aus dem Paläolithikum (Altsteinzeit) stammen von Fundstätten im Maas-Becken, im Hennegau und im Semliki (Demokratische Republik Kongo). Ein Zahn, der in Ishango (DRK) entdeckt wurde, ist bislang das älteste menschliche Fossil, das jemals gefunden wurde. Es ist zwischen 2,5 und 2 Millionen Jahre alt und gehört zu einer frühen Menschenart. Es war das erste Fossil aus dem Taxon, das westlich des Grabenbruchs gefunden wurde.

Auch die meisten der in Belgien entdeckten Neandertaler-Fossilien sind in unserem Besitz: die Neandertaler von Spy, von La Naulette, von Fond-de-Fôret und von Goyet – insgesamt mehr als 200 Relikte. Daneben besitzen wir auch Überreste anatomisch moderner Menschen aus dem Spätpaläolithikum in Belgien und in Ishango. Letztere bilden die größte Sammlung mit Fossilien anatomisch moderner Menschen aus der Spätsteinzeit in Zentralafrika. Bei den von unserem Institut vorgenommenen Ausgrabungen wurden auch Zehntausende Artefakte gefunden, die aus verschiedenen Kulturen des Mittelpaläolithikums (Moustérien) und des Spätpaläolithikums (Aurignacien, Gravettien, Magdalénien) in Belgien sowie aus der Spätsteinzeit in Zentralafrika stammen. Aus dem Spätpaläolithikum sind Dutzende Kunstgegenstände erhalten: Möbel, Schmuck, geheimnisvolle Objekte, …

 

Riesenvogelspinne oder Goliath-Vogelspinne in Alkohol

1. Arachnologische Sammlungen

A. Acari-Sammlung (Milben, trockene Sammlungen)
  • Oribatiden-Sammlung von Prof. J-C Lions: Hornmilben, die zwischen 1967 und 1970 in einem südfranzösischen Kalkmassiv gesammelt wurden. Die Sammlung umfasst Exemplare aus mehr als 200 Oribatidentaxa. 
  • Sammlung von Prof. A. Fain: etwa 100.000 Objektträger, mehr als 30.000 Typenexemplare und 2.407 bestimmte Milbenarten. 
B. ARANEAE-Sammlung (Spinnen, in Alkohol)
  • Belgische Sammlung J. Kekenbosch
  • Sonstige Sammlungen in Alkohol: Nicht aus Belgien stammende Spinnensammlung (Galápagos-Sammlung), Myriapoda (Tausendfüßer), Diplopoda (Doppelfüßer), Skorpione und Pseudoskorpione, Arachniden (Spinnentiere) ...
Birds in the vertebrate collection
1. Vögel

Die Vogelsammlung besteht aus etwa 82.000 Exemplaren (darunter auch eine umfangreiche Sammlung mit Skeletten und Eiern), wobei sie Typenmaterial von 92 Arten umfasst. Die Sammlung ist eine der ältesten des Instituts. Zahlreiches historisches Material, darunter auch Tropenvögel, haben wir dem Ornithologen Bernard du Bus de Gisignies, der 1848 der erste Direktor des Museums für Naturwissenschaften war, zu verdanken. Alphonse Dubois – Konservator der Wirbeltiersammlungen ab 1869 – hat viele der von De Gisignies gesammelten Exemplare als Erster beschrieben. Der Zoologe René Verheyen bereicherte ab den dreißiger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts die ornithologischen Sammlungen weitreichend und ergänzte sie dabei insbesondere auch um viele Exemplare der belgischen und zentralafrikanischen Fauna.

Portret of Gustave Gilson (1859-1944), North Sea explorer and former director of the Royal Belgian Institute of Natural Sciences
1. Belgische Sammlungen

Die belgischen Sammlungen, die aus ungefähr 1 Million Exemplaren, darunter hauptsächlich Weichtiere, bestehen, werden separat aufbewahrt. Eine große Menge an Material stammt vom ehemaligen Direktor des Königlich Belgischen Instituts für Naturwissenschaften Gustave Gilson, der auch einer der ersten belgischen Ozeanografen war. Zwischen 1898 und 1939 entnahm er systematisch Stichproben aus der Nordsee und untersuchte dabei den Einfluss der Umwelt auf die Organismen der Nordsee sowie die Auswirkungen der Fischerei auf die Fischpopulationen. Und natürlich brachten und bringen auch heute noch Kollegen Gilsons von ihren Expeditionen in belgischen Gewässern und an Land Material mit. Die Sammlung ist systematisch geordnet und umfasst sowohl trockene als auch nasse Exemplare.

 

 

The iconic Iguanodons in our Dinosaur Gallery

1. Fossile Wirbeltiere (VF)

A. Iguanodons von Bernissart (Dinosaurier aus Belgien aus der Kreidezeit, „Weald“)

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Axte aus den Minen von Spiennes (Belgien)
2. Mesolithikum und Neolithikum

Auch das Mesolithikum und das Neolithikum sind vertreten. Wir besitzen Überreste einiger Menschen aus dem frühen Mesolithikum (Malonne, Waulsort) sowie einige Hundert Relikte von Menschen aus dem Mittelneolithikum. Kürzlich wurden im Maas-Becken menschliche Überreste aus dem Mittelneolithikum gefunden, die (oft gemeinsam) in einer Höhle bestattet wurden. Die neolithischen Sammlungen stammen hauptsächlich von der frühneolithischen Fundstätte im Hespengau (Darion, Oleye) und aus den Feuersteinminen in Spiennes (UNESCO-Weltkulturerbe).

 

Fangschrecken oder Gottesanbeterinnen (Mantodea) in der Sammlung (© KBIN, Thierry Hubin)

2. Insektensammlungen (trockene Sammlungen), 25 große Ordnungen

Wählen Sie eine Ordnung aus der Liste. Die Details erscheinen unten.

Fish species in the wet collection.
2. Fische

Die Fischsammlung besteht aus mehr als 285.000 Exemplaren. Der Ozeanograf Gustave Gilson (1909 Direktor des KBIN) begann, Exemplare zu sammeln, als er die Nordsee erforschte. Es handelte sich dabei um die allererste Erforschung der Meeresfauna in Belgien.

Wir besitzen Typenmaterial von 325 Arten. Die zahlreichen zentralafrikanischen Fischarten stammen von unseren Expeditionen in den kongolesischen Nationalparks. Durch die Missionen Seiner Majestät Leopold III. und des KBIN-Biologen Jean-Pierre Gosse sind auch viele südamerikanische Arten in unserem Besitz.

Ferner wurden (und werden) gemäß der Philosophie des KBIN Referenzsammlungen aus allen Ecken und Enden der Welt angelegt. So verfügen wir über Exemplare, die Wissenschaftler während ihrer zahlreichen ausländischen Expeditionen gesammelt haben, zum Beispiel während der bekannten Belgica-Expedition zu den beiden Polen, der Mercator-Expedition (1935-1938), der hydrobiologischen Erforschung des Tanganjika-Sees (1946-1947), der ozeanografischen Mbizi-Expedition (1948-1949) sowie der Expeditionen in die Nationalparks von Zaire (1933-1957) und nach Laing Island in Papua-Neuguinea (1976-1994). Unerwähnt bleiben dürfen dabei auch nicht die zahlreichen kleineren Expeditionen an oftmals exotische Orte.

Die trockenen Exemplare (Muscheln) dieser internationalen Sammlungen werden in 3.000 Holzschubladen, die ‚nassen’ Exemplare (vollständige Exemplare mit ihren inneren Organen) in 10.000 Gläsern aufbewahrt. Auch diese Sammlungen sind systematisch geordnet. 

 
Hainosaurus bernardi
B. Mosasaurier (Meeresreptilien aus Belgien aus der Kreidezeit)
The petrography collection
1. Petrographic collection

This collection contains all kinds of petrographic samples. The origin is Belgian as well as foreign. They are classified either according to  geological origin (magmatic – sedimentologic or metamorph) or classified according to stratigraphical order.

More information

Belgische Schalen in der Dautzenberg-Sammlung
2. Dautzenberg-Sammlung

Auch andere große Sammlungen, die unser Institut erworben hat oder ihm als Schenkung überlassen wurden, werden separat aufbewahrt. Die bekannteste Sammlung stammt von Philippe Dautzenberg (1849-1935), einem der bekanntesten Amateur-Malakologen seiner Zeit. Im Juni 1935 erwarb unser Institut, das damals noch ‚Musée Royal d'Histoire naturelle‘ (‚Königliches Naturhistorisches Museum‘) hieß, den größten Teil der Dautzenberg-Sammlung: 40.000 Arten, davon 7.000 fossilisiert, sowie die dazugehörige Bibliothek mit 8.000 Publikationen. Und noch ein paar beeindruckende Zahlen bezüglich dieser Sammlung: Sie umfasst 300.000 Lots und 4,5 Millionen Exemplare, die in etwa 2.000 meist offenen Schubladen geordnet aufbewahrt werden. Die Exemplare befinden sich noch immer in ihren grünen Schachteln oder in Glasröhrchen, die mit Kork oder Baumwolle verschlossen sind. Alle Lots enthalten noch die ursprünglichen, handgeschriebenen Etiketten. 

 

 

Jawbone of the oldest European carnivore, Dormaalocyon latouri, from the basal Eocene, from Dormaal (Belgium)
C. Dormaal-Sammlung (Kleinstwirbeltiere aus Belgien aus dem basalen Eozän)
Speleothem
2. Speleothems

The Speleothem collection has been made up by Sophie Verheyden. It contains speleothems from Belgian and foreign caves. Several speleothems are already dated. The collection has the goal to use the sampled material in an optimal way in order to avoid duplicate sampling in caves. Speleothems are used at RBINS to reconstruct ancient climate and environments. More information on each speleothem is available in the DaRWIN database.

Gebrochenes Femur aus die Sammlung von Skeletten aus dem frühen Mittelalter
3. Historische Epochen (ab den ersten schriftlichen Quellen)

Unsere anthropologischen Sammlungen umfassen menschliche Überreste aus einer Zeitspanne, die sich von der Römerzeit bis hinein ins 20. Jahrhundert erstreckt. Die beeindruckendste römische Sammlung stammt aus der frührömischen Nekropole Oudenburg. Sie besteht aus mehr als 200 Gräbern mit nicht kremierten Toten. Unser Institut besitzt rund zehn datierte Sammlungen aus dem Frühmittelalter (merowingische Friedhöfe in Ciply, Cuesmes, Torgny und Braives). Zahlreiche Skelettserien stammen aus dem Spätmittelalter (Ronse, Nivelles und vor allem Koksijde mit tausend Skeletten). Außerdem können wir mit sehr vielen Sammlungen mit Exemplaren aus der Zeit nach dem Mittelalter aufwarten, die zum großen Teil aus der Brüsseler Gegend stammen.

Frogs in the vertebrate collection
3. Amphibien

Die Amphibiensammlung umfasst mehr als 135.000 Exemplare. Wir besitzen Typenmaterial von 109 Arten. Die meisten Exemplare stammen von Gaston François de Witte, einem Herpetologen, der sie während seiner Missionen in den kongolesischen Nationalparks (zwischen 1933 und 1958) sammelte. In den vergangenen Jahren hat der Herpetologe Philippe Kok bei zahlreichen Missionen den Grundstock für eine umfassende und wertvolle Amphibiensammlung mit Arten aus Guyana (Südamerika) gelegt.  


 

 

Snake in the vertebrate collection
4. Reptilien

Wir besitzen etwa 45.000 Reptilienexemplare, und Typenmaterial von 183 Arten. Ein Großteil der Exemplare wurde von Gaston François de Witte von seinen Missionen in den kongolesischen Nationalsparks mitgebracht. Philippe Kik haben wir eine einzigartige Reptiliensammlung aus Guyana zu verdanken. Der Biologe Olivier Pauwels hat diese Sammlung um Exemplare aus Südostasien und Gabun bereichert, während seine Kollegen Benoit Mys, J. Swerts und Jan Hulselmans eine umfangreiche Sammlung mit Reptilienarten aus Papua-Neuguinea zusammengetragen haben.

Die Sammlung ist taxonomisch geordnet. Um Exemplare leichter finden zu können, haben die Mitarbeiter des KBIN – unter der Leitung des ehemaligen Kurators Dr. E. Leloup sowie von Prof. Dr. W. Adam – ein doppeltes Karteisystem angelegt. Das eine ist nach Art oder Unterart, das andere nach geografischen Gesichtspunkten geordnet. Das System umfasst rund 85.000 Karteikarten. Die Dautzenberg-Sammlung ist vollständig erfasst, jedoch leider noch nicht digital. Die Digitalisierung ist eines unserer nächsten Projekte – eine enorme Herausforderung.

Auch die Dautzenberg-Bibliothek ist mit Hilfe eines Karteisystems vollständig erfasst. Sie umfasst nahezu alle Werke zum Thema Malakologie (Weichtiere) bis 1934, darunter auch einige ganz seltene und kostbare Bücher. Selbst in unserer digitalisierten Welt ist die Bibliothek für Malakologen aus der ganzen Welt noch immer ein unerlässliches Forschungsinstrument. Alle Werke können nach Absprache mit dem Konservator Yves Samyn eingesehen werden. Die Bibliothek wird digitalisiert, sobald die hierfür erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen. 

Turtles from the Messel Pit collection
D. Messel-Sammlung (Wirbeltiere aus Deutschland aus dem Mitteleozän)
Collection of Belgian minerals
3. Mineralogical collection
Menschliches Skelett
4. Osteologische Referenzsammlungen

Unsere Referenzsammlungen bestehen aus einer kleinen Sammlung mit menschlichen Überresten verschiedener Herkunft (Europa, Afrika, Asien, Ozeanien und Amerika) sowie aus einer Gruppe mit Skeletten, deren Alter und Geschlecht bekannt sind (ISC = Identified Skeletal Collection). Die Schotener Sammlung umfasst etwas fünfzig Skelette von Menschen, die im 20. Jahrhundert gestorben sind. Für jedes einzelne Skelett verfügen wir über Informationen über das Geschlecht, das Alter, den Beruf und oft auch über die Todesursache – eine ideale Voraussetzung, wenn es darum geht, neue anthropologische Methoden zu entwickeln und zu testen.

Vertebrates
5. Säugetiere

Die Säugetiersammlung zählt 42.000 Exemplare, darunter zahlreiches osteologisches Material (Knochen und Skelette). Bei den meisten Exemplaren handelt es sich um Fledermäuse, Nagetiere, Fleischfresser und Primaten. Wir besitzen Typenmaterial von 27 Arten. Dem KBIN-Biologen Xavier Misonne ist es zu verdanken, dass die Nagetiersammlung vergrößert werden konnte. Während Walter Verheyen außerdem die Sammlung um Exemplare aus der belgischen und papua-neuguinesischen Fauna bereichert hat, hat Jacques Verschuren viele Exemplare afrikanischer Säugetiere gesammelt.

3. Sonstige private Sammlungen

Das Königlich Belgische Institut verwaltet auch noch andere Privatsammlungen, von denen die folgenden am stärksten ins Auge springen: die umfassende Käferschneckensammlung von R. Van Belle, eine südasiatische Muschelsammlung von G. Poppe, die Sammlungen des Ehepaars Buyle und die Sammlungen von R. Marquet, um nur einige zu nennen.

4. Überblick

Ziel unseres Instituts ist es, von allen Wirbellosentaxa Vertreter zu besitzen. Von nahezu allen größeren Gruppen verfügen wir bereits über Material. Im Folgenden eine Übersicht (ausschließlich Weichtiere – siehe oben). Die belgischen Sammlungen werden separat aufbewahrt. 

Whales collection shown in the Museum from 2009 to 2014.
E. Van Beneden-Sammlung (Wale aus Belgien aus dem Miozän)
Slice of the Gibeon meteorite, that fell in prehistoric times in Namibia. It was named after the nearest town: Gibeon.
4. Meteorites
Bear teeth from the Dupont collection (Goyet cave, Belgium)
F. Dupont-Sammlung (Wirbeltiere aus Belgien aus dem Pleistozän)
Geological description of the city of Ostend
5. Drill core archive
Woolly rhinoceros (Coelodonta antiquitatis, composite specimen based on bones from Blaton, Lier, and Grands-Malades) and cave lion (Panthera leospelaea, Goyet specimen)
G. Große Säugetiere aus Belgien aus dem Quartär (Wollnashörner, Mammuts, Höhlenlöwen, Höhlenbären, …)
Gastropods from the Mailleux collection

2. Wirbellose aus dem primären Zeitalter (IP)

A. Maillieux-Sammlung (Wirbellose aus Belgien aus dem Devon und dem Karbon)
 
De Koninck-Sammlung
B. De Koninck-Sammlung (Wirbellose, vom Kambrium bis zum Ordovizium)
Trilobite aus der paläontologischen Sammlung
C. Trilobiten (Wirbellose, vom Kambrium bis zum Ordovizium)
 
Sprifere aus der paläontologischen Sammlung
D. Spiriferen (Wirbellose, vom Kambrium bis zum Ordovizium)
Koralle aus der paläontologischen Sammlung
E. Korallen (Wirbellose, vom Kambrium bis zum Ordovizium)
Bivalvia of the Pliocene, from Spain (Marquet Collection)

3. Wirbellose aus dem sekundären und tertiären Zeitalter (IST)

A. IST aus Belgien
B. IST aus anderen Ländern
C. Marquet-Sammlung (Wirbellose, vom Kambrium bis zum Ordovizium)
D. Michiels-Bayens-Sammlung (hauptsächlich Ammoniten aus der Kreidezeit)
Aralia looziana

4. Paläobotanik und Mikropaläontologie (Pbot-Mpal)

A. Die Flora von Gelinden (Unterpaläozän, Belgisch-Limburg)
Mariopteris muricata
B. Die Flora aus dem belgischen Karbon
Versteinerter Baumstamm aus Hoegaarden (Belgien)
C. Die Flora von Hoegaarden (Landenisch, Eozän, Belgien)

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