Belgischer Geologischer Dienst

Der 1896 gegründete Belgische Geologische Dienst (Geological Survey of Belgium, GSB) ist ein herausragendes geologisches und mineralogisches Forschungszentrum, das Ansätze  der angewandten Forschung und der Grundlagenforschung verfolgt. Der GSB ist ferner ein unahbängiger, nicht gewinnorientierter Anbieter von geowissenschaftlichen Diensten. Diese Dienste werden lokalen, regionalen, föderalen, europäischen und internationalen Behörden sowie Forschern von Institutionen/Universitäten und Forschungsgruppen, privaten Unternehmen, NRO und Bürgern zur Verfügung gestellt.

Research axes

Ein Forschungsprogramm zur Dynamik der Sedimentbecken bildet eine wesentliche Grundlage für die Aktivitäten des GSB im Bereich der angewandten Forschung und Gutachten, da die Sedimentbecken der gemeinsame Nenner aller Geologen mit Forschungsschwerpunkt Belgien sind. Dieser Hauptschwerpunkt zielt darauf ab, genauere Erkenntnisse über die geologische Komponente unserer Umwelt und die geologischen Gefahrenprozesse in der Vergangenheit unter Anwendung der Stratigrafie zu gewinnen.
Dieser Schwerpunkt ist eine bedeutende Visitenkarte für den gesamten GSB, der bei der Bereitstellung von geologischen Interpretationsdiensten mit Mehrwert bzw. innovativen Datenerfassungsmethoden in Belgien führend ist. Eine weitere Aufgabe des GMB besteht darin, in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden oder auf deren Ersuchen ,INSPIRE-konforme‘ geowissenschaftliche Informationen für Belgien zur Verfügung zu stellen. Neben der Aufarbeitung bestehender Daten widmet sich der GMB auch der Erfassung neuer Daten im Rahmen von Initiativ-Schwerpunkten, wobei sowohl der traditionelle Ansatz der direkten Beschreibung (z. B. Bohrungen, geologische Feldkartierung, Struktursynthesen) als auch aktuellere Methoden (z. B. PSInSAR) angewandt werden.
Rohstoffe sind für das nachhaltige Funktionieren der modernen Gesellschaften unentbehrlicher denn je. Der Zugang zu mineralischen Rohstoffen zu erschwinglichen Preisen ist für die Funktionsweise der EU-Wirtschaft von existenzieller Bedeutung. In diesem Zusammenhang liegt eine Aufgabe des föderalen Geologischen Dienstes darin, die genaue Kenntnis der metallischen Minerale und Baustoffe aus Primärquellen (Erzkörper, Steinbrüche) und Sekundärquellen (Schrottverwertung) nach europäischer Definition aufrechtzuerhalten, zu erweitern und zu fördern und zudem an der Entwicklung eines mineralogischen Labors mit modernen Einrichtungen mitzuarbeiten.
Dieser Schwerpunkt befasst sich mit den Geoenergie betreffenden Aspekten der angewandten Forschung, die noch keine wissenschaftliche oder technische Reife erlangt haben. Er zielt auf neue technologische Lösungen bis zur Kommerzialisierung ab (wenn andere Akteure in Erscheinung treten / eingesetzt werden).
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