Internationale Netzwerke

GBIF

Die Global Biodiversity Information Facility (GBIF) ist eine internationale Organisation, deren Ziel es ist, wissenschaftliche Daten über das Vorkommen von Arten online leichter zugänglich zu machen. In aller Welt stellen verschiedene wissenschaftliche Institute (darunter das KBIN) und Bürgerwissenschaftsinitiativen über die GBIF biodiversitätsrelevante Basisdaten zur Verfügung. Zu diesem Zweck hält die GBIF eine geeignete Informatik-Infrastruktur bereit und macht die gebündelten Informationen anschließend über eine Webseite zugänglich, die jeder frei und kostenlos benutzen kann. Die GBIF ermöglicht auf diese Weise neue Forschungsarbeiten, informiert Entscheidungsträger und trägt zu einer weltweiten nachhaltigen Entwicklung bei. Die belgische Biodiversitätsplattform, mit einer Vertretung in u.a. dem KBIN, ist die belgische Anlaufstelle für die GBIF.

kontaktperson: Stijn Cooleman

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GRSciColl

Das Global Registry of Scientific Collections (GRSciColl) strebt danach, den Zugang zu Informationen über naturhistorische Sammlungen, ihre Gastinstitutionen und Kontaktdaten der Kuratoren zu dezentralisieren. GRSciColl trägt damit zur Verbesserung der Sichtbarkeit von naturhistorischen Sammlungen bei, beispielsweise beim KBIN und beim KMMA. Innerhalb dieses GBIF-Registers werden veröffentlichte Daten zu zoologischen oder botanischen Sammlungsstücken basierend auf Sammlungscodes gemäß den CETAF-Richtlinien aggregiert. Dieses Klassifikationssystem für Biodiversitätsdaten unterstützt nicht nur umfassende Suchanfragen von Taxonomen, unsere wichtigste Interessengruppe, sondern bietet auch ein zugängliches Webportal für Naturbegeisterte.

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CETAF

CETAF steht für „Consortium of European Taxonomic Facilities“. Dieses Konsortium besteht aus 35 Mitgliedern, die 61 wissenschaftliche Einrichtungen aus 21 europäischen Ländern vertreten. Das gemeinsame Ziel ist es, die Erforschung, Untersuchung und Kenntnis der biologischen und paläobiologischen Systematik (die Methodik, um Exemplare auf Basis von Merkmalen zu klassifizieren und einzuordnen) zu fördern. Das KBIN, der Nationale Botanische Garten von Belgien (Meise) und das Königliche Museum für Zentralafrika sind die belgischen Mitglieder des CETAF. Zwei Initiative unserer Institut - European Journal of Taxonomy (EJT) und The Distributed European School of Taxonomy (DEST) - sind jetzt under dem Dach von CETAF. Das CETAF-Sekretariat ist in unserem Institut ansässig.

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EuroGeoSurveys

EuroGeoSurveys ist eine europäische gemeinnützige Organisation, die 33 geologische Dienste in einem paneuropäischen Wissenszentrum der Geowissenschaften (Geologie, Klimawissenschaften, Biodiversität usw.) zusammenbringt. Ihr Ziel besteht darin, den europäischen Institutionen Wissen strukturell zur Verfügung zu stellen, damit diese fachgerecht Entscheidungen zu Fragen wie Versorgungssicherheit von Rohstoffen, Schutz gegen Naturkatastrophen und gesundes Lebensumfeld treffen können.

EuroGeoSurveys ist u. a. auf folgenden Gebieten tätig:

    • Charakterisierung von Mineralrohstoffen
    • Erfassung der Bewegungen der Erde
    • Qualität der Umwelt
    • Energietechnologie zur Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen
    • Harmonisierung und Aufbereitung geowissenschaftlicher Daten auf europäischer Ebene

    Der Belgische Geologische Dienst ist Mitglied von EuroGeoSurveys. 

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    ECSA

    ECSA ist die Europäische Vereinigung für Bürgerwissenschaft (European Citizen Science Association). Es handelt sich hierbei um ein noch junges Netzwerk, das 2014 eingerichtet wurde und Museen und Universitäten aus 10 EU-Mitgliedstaaten umfasst. Ziel von ECSA ist es, die Bürgerwissenschaft in Europa zu verbessern und zu fördern. Die Aktionen, die sich auf den Bereich nachhaltige Entwicklung und Gesundheit konzentrieren, beziehen benachteiligte Gemeinschaften mit ein. Sitz der Organisation ist das Museum für Naturkunde in Leibniz (MfN).

    kontaktperson: Carole Paleco

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    Ecsite

    Das KBIN ist eines der Gründungsmitglieder von Ecsite, dem Europäischen Netzwerk von Science-Centern und Technikmuseen. Die Organisation zählt 400 Museen, Wissenschaftsfestivals, Universitäten, Zoos, wissenschaftliche Einrichtungen usw. in 50 Ländern. Sie nutzt die in ihren Reihen vorhandenen Hilfsmittel und Möglichkeiten, um Kenntnisse auszutauschen, Konferenzen zu veranstalten und Schulungsprogramme zu organisieren. Das KBIN hat gemeinsam mit anderen Ecsite-Mitgliedern an der Entwicklung verschiedener Ausstellungen mitgewirkt und an einer Anzahl europäischer Projekte der FP6- und FP7-Programme bis hin zum aktuellen H2020-Programm „Wissenschaft mit und für die Gesellschaft“ teilgenommen.

    Die Jahreskonferenz von Ecsite, zu der rund 1000 Teilnehmer eingeladen werden, bietet den Mitarbeitern des KBIN die Gelegenheit, Ideen über die besten wissenschaftlichen Kommunikationsmethoden auszutauschen.

    kontaktperson: Carole Paleco

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    ICOM

    ICOM steht für International Council of Museums (Internationaler Museumsrat) und umfasst 32.000 Museen aus den verschiedensten Bereichen, denen es ein einzigartiges Netzwerk bietet, in dem Vertreter von Museen und Museumseinrichtungen über aktuelle und künftige Herausforderungen diskutieren können. Die Gespräche finden im Rahmen 117 nationaler Komitees und 31 themenspezifischer internationaler Komitees statt. Als internationaler Berufsverband legt der ICOM Exzellenznormen und –standards fest. Dabei greift der Rat unter anderem auf seinen Verhaltenskodex, in dem die Mindestnormen für Berufspraktiken und –dienstleistungen für Museen und deren Mitarbeiter verankert sind, oder auf Richtlinien (darunter ‚Kernkonzepte der Museologie‘, ‚International Guidelines for Museum Object Information‘ und ‚Guidelines for Disaster Preparedness in Museums‘) zurück. Der ICOM bekämpft außerdem den illegalen Handel von Kulturgütern und bringt den Museen und deren Mitarbeiter näher, wie sie verhindern können, dass ihre Sammlungen durch natürliche Ursachen oder durch menschliche Aktivitäten zerstört werden.

     

    Besuchen Sie unsere webseite ICOM

    Besuchen Sie die webseite ICOM Flandern

    Besuchen sie die webseite ICOM Belgien/Wallonien-Brüssel

    EuroGOOS

    EuroGOOS (European Global Ocean Observing System) ist eine internationale gemeinnützige Gesellschaft, die 1994 gegründet wurde und nationale öffentliche Einrichtungen sowie Forschungsinstitute umfasst, die sich auf dem Gebiet der operationellen Ozeanographie, bei der Erforschung von Meeren und Ozeanen und hinsichtlich der Politik zu deren Schutz aktiv einbringen.

    EuroGOOS verfolgt fünf Missionen:

    • Festlegung von Prioritäten für die operationelle Ozeanographie in Europa, Stärkung der Verbindungen zwischen den Mitgliedern von EuroGOOS und den Kerninitiativen auf europäischer Ebene, die aus Copernicus, EMODnet und der Forschungsinfrastruktur für Meereswissenschaft bestehen.
    • Förderung der europäischen operationellen Ozeanographie durch Publikationen, Konferenzen, eine Webseite, soziale Medien und Engagements gegenüber einer wachsenden Gruppe Organisationen wie die regionalen Bündnissen von GOOS, GEO, European Marine Board oder JPI-Ocean.
    • Förderung der Zusammenarbeit. Durch seine engen Kontakte mit Schlüsselorganisationen auf weltweiter, europäischer und regionaler Ebene fördert EuroGOOS die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren der operationellen Ozeanographie, Meeresforschung und innovativen Technologie.
    • Schaffung von Anreizen zur gemeinsamen Produktion von Wissen: EuroGOOS fördert wo möglich die Zugänglichkeit von Beobachtungs- und Vorhersagemethoden und Analysen. Auf diese Weise will EuroGOOS bezahlbare ozeanographische Dienste anbieten, die den Wünschen und Anforderungen der Nutzer gerecht werden.
    • Koordinierung der Meeresbeobachtungsstationen. EuroGOOS spielt im European Ocean Observation System (EOOS) eine koordinierende Rolle und unterstützt den European Marine Board, den EU Copernicus Marine Service, EMODNET, die EU Marine Research Infrastructures, JPI Oceans, EEA, ESA, EUMETSAT sowie die Gruppe der Klimawissenschaftler.

    Zur Erreichung dieser fünf Ziele greift EuroGOOS vor allem auf seine fünf regionalen Systeme zurück: Arctic ROOSBOOSNOOSIBI-ROOS und MONGOOS

    Die Operationelle Direktion Natürliche Umwelt ist Gründungsmitglied von EuroGOOS und NOOS. Das Institut beherbergt seit 2018 das Sekretariat von EuroGOOS.

    kontaktperson KBIN: Sébastien Legrand

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    IUCN

    Die Internationale Union zur Bewahrung der Natur (IUCN) ist eine weltweit tätige Organisation, die sich für den Schutz der Natur und die nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen einsetzt. Sie ist das größte und vielfältigste Umweltnetzwerk der Welt, das sowohl staatliche und nichtstaatliche Organisationen als auch einzelne Expert*innen und Wissenschaftler*innen umfasst.

    Der Auftrag der IUCN besteht darin, die Welt bei der Bewältigung drängender Umweltprobleme zu unterstützen, indem sie in den Bereichen Naturschutz und nachhaltige Entwicklung Wissen und Kompetenzen bereitstellt und dabei eine Führungsposition einnimmt. Die IUCN spielt durch ihre Rote Liste gefährdeter Arten bei der Bewertung des Erhaltungszustands von Arten und Ökosystemen eine wichtige Rolle und legt Richtlinien und Standards für Erhaltungsmaßnahmen fest.

    Als IUCN-Kontaktstelle für Belgien fungiert die beim KBIN vertretene belgische Biodiversitätsplattform, die im Rahmen der Arbeit der Union mehrere strategische Funktionen wahrnimmt. Sie trägt in Belgien zur Verstärkung naturschutzbezogener Maßnahmen bei und fördert Erfolgsgeschichten belgischer IUCN-Mitglieder. Des Weiteren ist sie auch aktiv an der Einbindung belgischer Expert*innen in die IUCN-Kommissionen beteiligt.

     

    Kontaktperson: Divija Jata

    Webseite Belgische Kontaktstelle

    Webseite IUCN